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BUNKER: Zwischen Schutzraum und Verantwortung

Zur Eröffnung des GedankenBerg Kunstparks am 1. April 2026


Kunstobjekt Gert Gschwendtner-Teppich-Manipur-1997
Saisoneröffnung: Mittwoch, 1. April 2026, 18:00 Uhr Treffpunkt ist der Eingang des Kunstparks GedankenBerg

Fangen wir vielleicht nicht mit einer Erklärung an, sondern mit einem Bild. Ein Raum. Dicke Wände. Gedämpftes Licht. Irgendwo hört man ein leises Knacken, vielleicht nur Einbildung. Genau dort setzt BUNKER an.

 

Nicht bei Beton. Sondern bei Gedanken.

 

Man könnte meinen, ein Bunker sei bloß ein militärisches Relikt. Stahl, Beton, ein bisschen Paranoia aus vergangenen Kriegszeiten. Doch so simpel ist das nicht. In dieser Ausstellung wird der Bunker als innerer Ort betrachtet. Ein mentaler Unterschlupf, könnte man sagen.

 

Ein Raum im Kopf.

 

Denn Menschen ziehen sich nicht nur vor Bomben zurück. Sie ziehen sich auch vor Entscheidungen zurück. Vor Verantwortung. Vor der Frage, was eigentlich Frieden bedeutet, wirklich bedeutet, nicht nur auf Plakaten oder in diplomatischen Reden.

 

Und da stolpert man plötzlich über unangenehme Gedanken:

 

Wann beginnt Krieg eigentlich im Denken?

Und endet er dort jemals?

Und wenn Maschinen, KI und Algorithmen mitentscheiden, wer schießt und wer nicht, wer trägt dann noch Verantwortung?


 „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg“
 Gert Gschwendtner


In Lindau stand lange Zeit das „Reflektorium“, ein zeltartiger Raum für Reflexion über Krieg und Frieden. Am Eingang stehen zwei symbolische Objekte: die Uniform eines vietnamesischen Soldaten und ein fiktives Tuch von Gandhi – Sinnbilder der gegensätzlichen Kräfte von Krieg und Frieden.
In Lindau stand lange Zeit das „Reflektorium“, ein zeltartiger Raum für Reflexion über Krieg und Frieden. Am Eingang stehen zwei symbolische Objekte: die Uniform eines vietnamesischen Soldaten und ein fiktives Tuch von Gandhi – Sinnbilder der gegensätzlichen Kräfte von Krieg und Frieden.

Der Abend der Saisoneröffnung

Der Kunstpark GedankenBerg eröffnet jeden Frühling die Saison und lädt mit inzwischen 18 Stationen Besucher:innen ein. Eine dieser Stationen ist der „Bunker“. Es handelt sich um einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der uns von der Armee übergeben wurde. Beton, Geschichte, Erinnerungen, all das steckt in diesem Raum. Aber er ist mehr als ein historisches Relikt.

 

Zur Saisoneröffnung 2026 möchten wir dieses besondere Thema gemeinsam mit Ihnen aufgreifen. Wir treffen uns am Mittwoch, 1. April 2026 um 18.00 Uhr am Eingang des Kunstparks GedankenBerg. Von dort gehen wir gemeinsam zur Station „Bunker“, die an diesem Abend exklusiv geöffnet wird. Besucher erhalten die Gelegenheit, diesen besonderen Ort zu betreten und auf sich wirken zu lassen.

 

Gespräch im ParkRaum

 Im Anschluss an die Besichtigung setzen wir den Abend im ParkRaum fort. Dort findet eine Podiumsdiskussion statt, die eine zentrale Frage unserer Zeit aufgreift:

 

„Der Soldat und die Soldatin – Verteidiger des Territoriums, der Bevölkerung oder einer Lebensgemeinschaft?“

 

Eine einfache Frage ist das nicht. Vielleicht sogar eine unbequeme. Aber gerade deshalb lohnt es sich, darüber zu sprechen.

Wir freuen uns auf eine differenzierte und vielschichtige Diskussion*mit folgenden Gästen:

 

Hauptmann ASG Stefan Staub

Schweizer Armeeseelsorge

 

Patrick Marti

Stiftungsratspräsident der White Lens Foundation (weltweiter digitaler Kinderschutz)

 

Dr. Dr. Christian Hugo Hoffmann

ETH Zürich

 

Gert Gschwendtner

Stiftungsratsmitglied

 

Die Moderation übernimmt:


Martin Bereuter

Moderator und Stiftungsratsmitglied

 

Die Saisoneröffnung am GedankenBerg versteht sich nicht nur als Auftakt eines neuen Kunstjahres. Sie ist auch eine Einladung.



 
 
 

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